Antoni Chrono Magazin

Brellum Pandial 43 Power Reserve mit schwarzem Zifferblatt

Brellum präsentiert den Pandial 43 Power Reserve LE Chronometer am zweiten Oktober 2026 mit einem vollständig schwarzen Zifferblatt in Edelstahl.

Autor
Robert Nachama
Veröffentlicht
22. Oktober 2026
Lesezeit
8 Min.
Brellum Pandial 43 Power Reserve mit schwarzem Zifferblatt. Aufnahme: Fratellowatches.
Foto: FratellowatchesQuelle, fratellowatches.com

Schwarzes Blatt im Stahlgehäuse

Am zweiten Oktober 2026 stellt Brellum den Pandial 43 Power Reserve LE Chronometer vor. Die Marke wählt für diese auf 33 Exemplare begrenzte Auflage ein vollständig schwarzes Zifferblatt. Die bekannte Duobox-Architektur aus Edelstahl kombiniert das Haus nun mit einer schwarzen, DLC-beschichteten Tachymeterlünette. Ein Chronograph mit klassischem Schweizer Antrieb trifft hier auf ein betont technisches Äußeres. Die Konstruktion verknüpft traditionelles Gehäusedesign mit modernen dunklen Beschichtungen.

Das COSC-zertifizierte Kaliber BR-750RM arbeitet auf Basis des bewährten Valjoux 7750. Die Modifikation bringt eine analoge Gangreserveanzeige bei drei Uhr auf das Zifferblatt. Der Hersteller liefert die Uhr an einem massiven Edelstahlband mit Faltschließe aus. Alle Einstellungen von Zeit, Datum und Chronograph erfolgen über die rechte Gehäuseflanke.

Diese Neuvorstellung ergänzt die sportliche Ausrichtung der Pandial-Serie um eine dezidiert dunkle Variante. Frühere Modelle setzten auf helle Kontraste oder wählten ein Gehäuse aus Titan für ein vergleichbares Zifferblatt. Der aktuelle Schritt bringt das dunkle Erscheinungsbild in ein klassisches Edelstahlgehäuse zurück. Die Verbindung aus glatt polierten Kanten und mattschwarzen Elementen erzeugt visuelle Spannung im einfallenden Licht.

Präsenz durch Box-Saphirglas

Mit einem Durchmesser von 43 Millimetern und einem Hornmaß von 51,5 Millimetern verlangt das Gehäuse aus 316L-Edelstahl nach ausreichend Auflagefläche. Die Gesamthöhe von 15,9 Millimetern entsteht maßgeblich durch die gewölbten Saphirgläser auf der Vorderseite und Rückseite. Ohne diese markanten Box-Gläser misst der reine Stahlkorpus 11,7 Millimeter. Solche Proportionen fordern am Arm eine bewusste Entscheidung für eine präsente Instrumentenuhr.

Abgeschrägte Kanten und stark nach unten gezogene Hörner reduzieren die visuelle Masse am Handgelenk erheblich. Ein fünfgliedriges Edelstahlband mit abwechselnd satinierten und polierten Flächen schließt das Gehäuse fließend ab. Die Druckfestigkeit bis 100 Meter macht den Chronographen alltagstauglich und widerstandsfähig gegen Wasser. Eine Sicherheitsfaltschließe fixiert das Band komfortabel am Arm.

Die Beurteilung der tatsächlichen Kopflastigkeit bleibt ohne physische Anprobe auf die Geometrie der Pressebilder beschränkt. Eine solche Konstruktion erfordert auf lange Sicht eine fachgerechte Pflege der mechanischen Uhr. Das Gewicht des massiven Stahlbandes balanciert den Uhrenkopf ideal aus. Die Saphirgläser besitzen auf der Innenseite eine Antireflexbeschichtung für klare Durchsicht.

Monochrom mit roten Akzenten

Das mehrstufig ausgeführte Zifferblatt verzichtet komplett auf die Kontraste früherer Panda-Modelle. Tiefschwarze Totalisatoren gliedern die Anzeige in ein funktionales Layout mit einer kleinen Sekunde bei neun Uhr, einem 30-Minuten-Zähler bei zwölf Uhr und einem Zwölf-Stunden-Zähler bei sechs Uhr. Das Datumsfenster ist nahtlos in den unteren Totalisator integriert. Die verschiedenen Ebenen geben der Anzeige Tiefe und Struktur.

Bei drei Uhr ordnet Brellum die namensgebende Gangreserveanzeige an. Diamantgeschnittene Indizes und applizierte Zeiger mit reichlich Super-LumiNova-Füllung sichern die Ablesbarkeit bei Dunkelheit. Solche Details betonen den Bezug zum Automobilsport.

Eine gedruckte Telemeterskala auf dem Rehaut rahmt die Anzeige optisch ein. Die außenliegende schwarze Lünette trägt eine fein gelaserte Tachymeterskala zur Geschwindigkeitsmessung. Zusammen unterstreichen diese Elemente den instrumentellen Charakter des Chronographen. Die dunklen Hilfszifferblätter absorbieren einfallendes Licht nahezu vollständig.

Zuverlässige Mechanik offenbart

Die Basis für das Kaliber BR-750RM liefert das bewährte Valjoux 7750. Brellum lässt jedes Uhrwerk von der offiziellen Schweizer Prüfstelle COSC als Chronometer zertifizieren. Das Automatikwerk arbeitet mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und baut eine vollständige Gangreserve von 46 Stunden auf. Die zusätzliche Komplikation bei drei Uhr bindet der Hersteller geschickt in das Kraftsystem ein.

Der großzügige Saphirglasboden gibt den Blick auf die aufwendigen Veredelungen des Kalibers frei. Dazu gehören klassische Techniken wie Perlage auf den Brücken, Genfer Streifen und thermisch gebläute Schrauben. Ein speziell gefertigter, schwarz beschichteter Rotor mit der individuellen Limitierungsnummer zieht die Zugfeder beidseitig sehr effizient auf.

Jede qualifizierte Werkstatt kann dieses robuste Großserienkaliber warten und bei Bedarf regulieren. Ein präziser Kostenvoranschlag der Werkstatt fällt bei dieser weit verbreiteten Architektur in der Regel verlässlich aus. Die Ersatzteillage für die Valjoux-Basis bleibt auf Jahrzehnte global gesichert. Sammler schätzen diese Unabhängigkeit von den Servicezentren der Großkonzerne.

MerkmalAngabe
ReferenzBrellum Pandial 43 Power Reserve LE Chronometer Black Dial
Durchmesser43 mm
Höhe15,9 mm (inklusive Box-Gläser)
Gehäusematerial316L Edelstahl
GlasGewölbtes Saphirglas auf Vorder- und Rückseite
Wasserdichtigkeit100 m
KaliberBrellum BR-750RM (Basis Valjoux 7750)
AufzugAutomatik

Begrenzte Kapazität als Standard

Die Pandial-Kollektion bildet die sportliche Säule im Portfolio des unabhängigen Herstellers. Im Jahr 2025 präsentierte Brellum zunächst eine Variante in Edelstahl mit einem stark kontrastierenden Zifferblatt. Darauf folgte rasch eine moderne Ausführung in schwarzem, DLC-beschichtetem Titan. Diese Entwicklungsschritte zeigen eine klare Fokussierung auf kleine und durchdachte Auflagen.

Die aktuelle Referenz führt nun das dunkle Zifferblatt der Titanversion mit dem klassischen Material Edelstahl zusammen. Sébastien Müller betreibt die Marke als direkten Vertrieb ohne dazwischengeschaltete Einzelhändler. Kunden bestellen weltweit direkt beim Hersteller und erhalten die Uhr versandkostenfrei. Dieses Vertriebsmodell eliminiert die üblichen Margen der Distributoren.

Die Jahresproduktion ist bei Brellum generell auf maximal 299 Uhren begrenzt. Diese harte Deckelung der Gesamtkapazität macht eine Sonderauflage von 33 Stück zu einem beträchtlichen Teil der jährlichen Auslieferungen. Limitierungen sind hier eine tatsächliche Grenze der handwerklichen Fertigung. Andere Marken produzieren solche Stückzahlen oft an einem einzigen Vormittag.

Ehrliche Mechanik mit Präsenz

Brellum liefert ein überzeugendes Paket für Liebhaber handfester mechanischer Chronographen. Die Entscheidung für ein durchgehend schwarzes Zifferblatt verleiht dem ohnehin präsenten Gehäuse eine strenge technische Ausstrahlung. Das externe COSC-Zertifikat und die offene Kommunikation des genutzten Basiswerks schaffen viel Vertrauen bei technikaffinen Käufern.

Foren diskutieren oft langatmig über exklusive Zifferblätter und angebliche Vorzüge hauseigener Manufakturwerke. Am Ende meistert dann doch ein verlässliches 7750 den echten Alltag am besten. Der bewusste Verzicht auf prominente Markenbotschafter und aufwendige Werbekampagnen spiegelt sich positiv in der direkten Preisgestaltung wider. Käufer zahlen hier ausschließlich für das Produkt.

Der stärkste Einwand bleibt die beachtliche Bauhöhe von knapp 16 Millimetern. Das beidseitige Box-Saphirglas federt diesen hohen Wert optisch durchaus etwas ab. Am Handgelenk fordert das massive Gehäuse dennoch zwingend Platz und physische Präsenz. Schmale Hemdmanschetten lassen den Pandial 43 kaum unbemerkt verschwinden.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet die schwarze Edition vom Vorgänger?
Die neue Referenz kombiniert das komplett schwarze Zifferblatt der vorherigen Titan-Version mit einem Gehäuse und Band aus Edelstahl. Die frühere Panda-Variante besaß im Gegensatz dazu ein helles Blatt mit dunklen Totalisatoren.
Im Inneren arbeitet das Kaliber BR-750RM, das auf dem bekannten Valjoux 7750 basiert. Brellum modifiziert das Werk um eine Gangreserveanzeige bei drei Uhr und lässt es offiziell von der COSC als Chronometer zertifizieren.
Das Gehäuse misst 43 Millimeter im Durchmesser und besitzt ein Hornmaß von 51,5 Millimetern. Die Gesamthöhe von 15,9 Millimetern ergibt sich vor allem durch die stark gewölbten Saphirgläser auf der Oberseite und Unterseite.

Fazit

Brellum verbindet beim neuen Pandial klassische Chronographen-Tugenden mit einer dunklen Instrumentenoptik. Das ehrliche technische Fundament und die absolute Transparenz der Produktion machen das Modell zu einer starken Alternative für Sammler abseits der großen Konzernmarken.

Quellen

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