Neues Werk und Naturstein
Nivada Grenchen stellt am 24. September 2026 die F77 MKII mit Zifferblättern aus Naturstein vor. Das neue Modell verbindet die bekannte Gestaltung der 1970er-Jahre mit dem Kaliber La Joux-Perret G101, das den bisherigen Antrieb von Soprod ablöst. Der Wechsel des Automatikwerks bringt eine deutlich höhere Gangreserve und verändert die Architektur der Uhr. Das Gehäuse aus Edelstahl misst weiterhin 38 Millimeter im Durchmesser.
Flachere Bauweise im Profil
Die Konstruktion der F77 MKII wird spürbar flacher. Durch den neuen Antrieb sinkt die Bauhöhe von 12,2 auf 11,5 Millimeter, was das doppelt gewölbte Saphirglas bereits einschließt. Die Länge über die Hörner liegt bei 46,2 Millimetern. Die achteckige Lünette und der vertikale Schliff auf den polierten Flächen bleiben als prägende Elemente erhalten.
Wer ein Modell für das eigene Archiv sucht, legt das reduzierte Profilmaß oft in ChronoSearch ab, um die Tragbarkeit am Handgelenk mit anderen Sportuhren zu vergleichen. Eine Wasserdichtigkeit bis 100 Meter und die verschraubte Sechs-Millimeter-Krone sichern das Gehäuse für den Alltag ab.
Lichtspiel auf organischen Flächen
Sechs permanente Steinvarianten prägen das Gesicht der neuen Serie. Azurit, Labradorit, Jade, schwarzer Opal, Schungit und Rauchquarz reagieren völlig unterschiedlich auf einfallendes Licht. Labradorit und Opal zeigen je nach Winkel deutliche Farbwechsel, während Schungit eine tiefe, matte Textur behält. Eine auf 100 Exemplare limitierte Edition aus Eisachat markiert das hundertjährige Bestehen der Marke.
Offene Stabzeiger und applizierte Indizes mit Super-LumiNova-Punkten übernehmen die Anzeige der Zeit. Diese applizierten Elemente erzeugen auf den Pressebildern einen harten Kontrast zur organisch gewachsenen Steinstruktur des Untergrunds.
Antrieb von La Joux-Perret
Unter dem neuen Saphirglasboden, der mit einer Jubiläumsgravur versehen ist, arbeitet das La Joux-Perret G101. Das Automatikkaliber läuft mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und speichert Energie für 68 Stunden. Diese Leistung bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber den bisherigen 42 Stunden.
Ein Wolframrotor zieht die Hauptfeder einseitig auf, während ein KIF-Stoßsicherungssystem die Mechanik schützt. Das Werk operiert konstruktionsbedingt ohne Datumsfunktion, was eine saubere Kronenposition ohne blinde Leerstelle beim Ziehen garantiert.
Schritt aus dem Basisbereich
Nivada Grenchen knüpft mit der F77 an die integrierten Sportuhren der Siebzigerjahre an, die das Portfolio neben den Kollektionen Antarctic und Chronomaster anführen. Nach der Neuauflage des Originaldesigns folgten Versionen mit Titangehäusen und schließlich die ergonomisch überarbeitete MKII-Generation.
Der Wechsel des Werklieferanten hebt die Uhr nun aus dem Segment der reinen Einsteigerkaliber und platziert sie technisch robuster. Mitglieder dokumentieren solche Sprünge in der Werksarchitektur gern im ChronoVault, um die Serviceintervalle und die technische Evolution ihrer Sammlung im Blick zu behalten.
Präferenz und Einwand
Der Wechsel zum G101 ist eine technisch saubere Entscheidung. Die flacheren Proportionen unterstützen den sportlichen Anspruch am Stahlband und geben dem Naturstein den nötigen Raum, ohne das Gehäuse aufzublähen.
Der stärkste Einwand bleibt die visuelle Unruhe. Natursteinzifferblätter fordern das ohnehin stark gegliederte, kantige Gehäusedesign der F77 zusätzlich heraus. Wer absolute Symmetrie und einen ruhigen Hintergrund sucht, wird von den organischen Brüchen im Azurit oder Labradorit abgelenkt sein.
Häufig gestellte Fragen
Welches Uhrwerk arbeitet in der Nivada Grenchen F77 MKII?
Ist die F77 MKII wasserdicht?
Fazit
Nivada Grenchen nutzt den technischen Wechsel des Kalibers konsequent, um das Tragegefühl der sportlichen Linie zu verbessern. Die Natursteinblätter setzen dazu einen bewussten visuellen Kontrapunkt, der sich deutlich von den strengen Gehäuselinien abhebt.
