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Sinn bringt drei limitierte Instrumentenuhren

Sinn Spezialuhren präsentiert im Herbst drei limitierte Sondereditionen: die 140 A S Anniversary, die 556 I FAZ II und die 105 Eintracht.

Autor
Daria Nachama
Veröffentlicht
02.11.2026
Lesezeit
6 Min.
Sinn bringt drei limitierte Instrumentenuhren: Sportuhr mit schwarzem Zifferblatt am Handgelenk über einem Fußball
Foto: Worn & WoundQuelle, wornandwound.com

Drei Neuheiten zum Herbst

Der unabhängige deutsche Hersteller Sinn Spezialuhren kündigt drei neue Ausführungen bekannter Instrumentenuhren an. Das Herbstportfolio umfasst die 556 I FAZ II in zwei Farbvarianten, die 105 Eintracht als sportliche Hommage und den massiven Chronographen 140 A S Anniversary. Jedes Modell greift auf eine etablierte Werkzeugarchitektur der Marke zurück und wandelt diese durch farbige Akzente oder historische Bezüge ab.

Die Frankfurter Manufaktur verbindet ihre taktischen Designs in dieser Kollektion mit unerwarteten farblichen und funktionalen Erweiterungen. Die Spanne reicht von Dreizeigeruhren bis zu spezialisierten Instrumenten für den Einsatz in der Raumfahrt. Die Aufschlüsselung der Referenznummern verweist auf jeweils eigenständige kleine Serien. Die Limitierung auf enge Produktionschargen begrenzt die Verfügbarkeit ab dem Vorstellungsdatum stark.

MerkmalAngabe
Modelle556 I FAZ II, 105 Eintracht, 140 A S Anniversary
Durchmesser (556 I FAZ II)38,5 mm
Höhe (556 I FAZ II)11,0 mm
Durchmesser (105 Eintracht)41,0 mm
Höhe (105 Eintracht)11,9 mm
Hornabstand (105 Eintracht)46,5 mm
Durchmesser (140 A S)44,0 mm
Höhe (140 A S)15,5 mm

Schwarzes Gehäuse und massiver Schutz

Das schwarz beschichtete Gehäuse der 140 A S Anniversary kombiniert polierte und satinierte Flächen. Mit 44 Millimetern Durchmesser und 15,5 Millimetern Höhe fällt der Chronograph massiv aus. Ein Hornabstand von 46 Millimetern zentriert diese Masse auf dem Arm. Die sogenannte Tegiment-Technologie härtet das Gehäuse und macht die Oberfläche unempfindlich gegen Kratzer.

Chronograph mit schwarzem Gehäuse und Lederband in Schrägansicht.
Chronograph mit schwarzem Gehäuse und Lederband in Schrägansicht.Foto: Worn & WoundQuelle, wornandwound.com

Sinn integriert zudem Schutzmechanismen wie den D3-Drückerschutz und die Ar-Trockenhaltetechnik. Solche Vorkehrungen unterstützen die langfristige Pflege mechanischer Uhren. Die Wasserdichtigkeit liegt bei zehn Bar.

Zentrale Stoppminute und Ablesbarkeit

Die technische Grundlage des Chronographen bildet das Kaliber SZ01. Dieses Werk zeichnet sich durch einen zentral montierten 60-Minuten-Stoppzeiger mit springender Indikation aus. Die Konstruktion erlaubt das sofortige Erfassen einer gestoppten Zeit auf der Hauptskala. Die Minuterie am Rand und der Stoppzeiger sind vollständig mit Leuchtmasse belegt.

Zwei weiße Hilfszifferblätter bei 6 und 9 Uhr durchbrechen den schwarzen Hintergrund des Hauptblatts. Der zentrale Sekundenzeiger und der Stoppzeiger sind in einem satten Gelbton gehalten, was die schnelle Orientierung unter schlechten Lichtbedingungen unterstützt. Das Datumsfenster liegt bei 3 Uhr und teilt sich den Raum mit den Logos für das SZ01-Werk und die Ar-Technologie.

Raumfahrt und das Spacelab-Erbe

Der Chronograph 140 A S Anniversary feiert das 65-jährige Bestehen der Marke und schlägt einen Bogen tief in die eigene Vergangenheit. Im Jahr 1985 trug der Physiker und Astronaut Reinhard Furrer während der D1-Spacelab-Mission eine 140 S am Handgelenk. Die Uhr bezog ihre Präzision aus dem historischen Lemania-Kaliber 5100, das selbst unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit fehlerfrei funktionierte.

Sinn bringt drei limitierte Instrumentenuhren, dritte Aufnahme
Sinn bringt drei limitierte Instrumentenuhren, dritte AufnahmeFoto: Worn & WoundQuelle, wornandwound.com

Die neue Jubiläumsedition überträgt diese uhrmacherische Leistung in die Gegenwart. Der Fokus auf eine klare Ablesbarkeit bleibt unangetastet. Sinn begrenzt die Auflage der 140 A S Anniversary auf weltweit 300 Exemplare.

Die 556 im Zeitungsformat

Die 556 I FAZ II entsteht aus einer direkten Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sinn fertigt jeweils 100 Exemplare in einer Variante mit grünen und einer Variante mit orangen Akzenten. Das Zifferblatt ist galvanisiert und nimmt einen matten silbernen Farbton an, der optisch an klassisches Zeitungspapier erinnert. Diese helle Basis sorgt für einen harten Kontrast zu den farbigen Umrissen der Zeiger und Indizes.

Die typische Klarheit der Fliegeruhren bleibt erhalten, da das Zifferblatt neben dem Markenlogo bei 12 Uhr lediglich ein kleines Datumsfenster auf der 6-Uhr-Position zeigt. Das satinierte Edelstahlgehäuse behält seine Proportionen mit einem Durchmesser von 38,5 Millimetern und einer Bauhöhe von 11 Millimetern. Das Basiswerk SW200-1 arbeitet hinter einem Saphirglasboden, während ein textiles Band die Gestaltung ergänzt.

Mattschwarze Fußball-Edition

Die 105 Eintracht greift die Ästhetik des Frankfurter Fußballclubs auf und überträgt sie auf eine alltagstaugliche Uhr. Das Edelstahlgehäuse misst 41 Millimeter im Durchmesser, 11,9 Millimeter in der Höhe und 46,5 Millimeter von Horn zu Horn. Diese Maße sichern eine deutliche physische Präsenz, ohne das Handgelenk zu überladen. Das Gehäuse ist mattschwarz beschichtet und bildet eine Einheit mit der beidseitig drehbaren 60-Minuten-Lünette.

Ein roter Akzent bei der 45-Minuten-Markierung der Lünette stellt einen direkten Bezug zur Länge einer Fußballhalbzeit her. Das Eintracht-Logo sitzt bei 6 Uhr auf dem Zifferblatt, fügt sich aber unauffällig in das instrumentelle Gesamtbild ein. Die auf 500 Stück limitierte Edition wird wahlweise am Textil- oder Kautschukband ausgeliefert und nutzt das Automatikkaliber SW200-1.

Klare Präferenz für das Original

Sinn beweist mit den Herbstneuheiten eine beachtliche Bandbreite. Die farbenfrohen Modelle der 556- und 105-Reihe bedienen gezielt den Wunsch nach Lässigkeit oder lokaler Verbundenheit. Sie fügen der technischen Historie der Manufaktur jedoch keine neuen Schichten hinzu. Die eigentliche Substanz dieser Vorstellung liegt im Raumfahrt-Chronographen.

Mit dem SZ01-Kaliber schließt die 140 A S Anniversary die funktionale Lücke, die das Ende der Lemania-Werke hinterlassen hat. Die Bauhöhe von 15,5 Millimetern in Verbindung mit dem schwarzen Gehäuse erfordert allerdings ein kräftiges Handgelenk und lässt den Chronographen an schmalen Armen unbalanciert wirken.

Fazit

Sinn liefert mit diesen drei Editionen einen Beweis für die Wandelbarkeit technischer Instrumentenuhren. Während die Dreizeigermodelle optische Akzente setzen, führt der Chronograph das Raumfahrterbe der Manufaktur weiter.

Quellen

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Antoni Chrono

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