Burgunderrot auf 34,5 Millimeter
Vacheron Constantin zeigt die Overseas Automatik in 34,5 Millimeter in Burgunderrot. Die Stahlausführung steht unter 4600V/200A-H127, die Roségoldausführung unter 4600V/200R-H128. Neu sind die beiden Lackblätter, während das Maß selbst in der Linie bereits mit Blau und Grün angeboten wurde.[1]
Am kleineren Gehäuse sitzt das integrierte Band dichter am Blatt. Burgunderrot füllt diese Fläche so voll, dass die sechseckige Lünette nur noch den Rand hält. Weiße Goldindexe und Zeiger mit blauer Leuchtmasse sichern den Kontrast, ohne das Blatt zu zerlegen. Auf den Pressebildern der Manufaktur wirkt der Lack dunkler als das übliche Overseas-Blau und wärmer als ein Bordeaux, das schon ins Schwarze kippt; die Höhe bleibt mit 9,33 Millimetern knapp.[1]
Ohne Diamanten bleibt das Malteserkreuz der Lünette die erste Fläche, während Gold dieselbe Proportion stärker zur Vitrine und Stahl näher zum Alltag zieht. Der Bandanstoß muss die Fläche aufnehmen, damit das Band am schmalen Ende nicht wie ein Reststück der großen Overseas wirkt. Dort zeigt sich, ob 34,5 Millimeter tatsächlich eine eigenständige Uhr ergeben.[1]
Zur Stahlausführung gehören drei Wechselbänder ohne Werkzeug: das Stahlband, burgunderfarbenes Kautschuk und burgunderfarbenes Alligatorleder. Kautschuk zieht das Blatt in den Alltag, Alligatorleder hält denselben Ton festlicher, während die Goldausführung auf Weiß wechselt. Unterhalb von 34,5 Millimetern bleibt im Overseas-Programm die Quarzversion. Die beiden neuen Automatikausführungen besetzen deshalb das kompakte Maß mechanisch mit dem Kaliber 1088/1.[1]
Vier weitere Sportuhren aus den Juli-Meldungen stehen neben der kleinen Overseas, doch nur sie verwendet Stahl. Bei den übrigen Modellen bestimmen Ultra-Cermet, Carbon, Titan und Saphir die jeweilige Nachricht.
Tabelle horizontal wischen
| Uhr | Änderung | Gehäuse |
|---|---|---|
| Overseas Automatik | Burgunderrot in Stahl und Gold | 34,5 mm, bekanntes Maß |
| Tonda PF Sport | Mineral Blue auf Ultra-Cermet | 42,5 mm, harte Schale |
| Defy Extreme II | Lapislazuli in Carbon und Titan | 45 mm, Steinzähler |
| Formula 1 x Gulf | Gulf-Streifen auf Titan | 44 mm, lizenzierte Grafik |
| Big Bang Sapphire | Sky Blue im Saphirgehäuse | 44 mm, Gehäuse zuerst |
Harte Schale, Mineral Blue
PFC931-1020024-400182 bezeichnet den Tonda PF Sport Chronograph in Ultra-Cermet, nun mit Zählern in Mineral Blue. Das Gehäuse misst weiterhin 42,5 Millimeter; neu ist die Verbindung dieser Schale mit dem Blauton, nachdem die Linie bereits Milano Blue und London Grey gezeigt hatte.[2]

Ultra-Cermet bildet hier mit Gehäuse, gerändelter Lünette, Krone und Drückern die gesamte Architektur und liegt nicht bloß als Beschichtung über Stahl. Im Licht wechselt die Fläche zwischen Anthrazit, Schwarz und einem leichten Blaustich. Mineral Blue steht auf den Zählern gegen ein grau-schwarzes Blatt, dessen Zeiger und Indexe schwarz hinterlegt sind. Das Kautschukband nimmt den Ton auf, die Dornschließe besteht ebenfalls aus Ultra-Cermet.[2]
Für mich zählt zuerst die Schale, denn im Licht steht sie kantiger als ein Stahlmodell derselben Linie und genau diese Wirkung kauft man mit. Ob Ultra-Cermet später denselben Serviceweg wie Stahl findet, muss die Manufaktur beantworten; auch die Alterung an den Kanten dürfte anders verlaufen. Beides sollte vor der Entscheidung geklärt sein. Später wird das Stück über die Nummer gefunden, und die Grundlagen dazu stehen unter Referenz, Seriennummer und Kaliber verstehen.
Stein gegen die Zähler
Die römische Zwei im Defy Extreme Lapis Lazuli II, Referenz 10.9102.9004/51.I200, verweist auf eine frühere Ausführung mit derselben Steinidee. Dort saß die Platte in Stahl und Gelbgold, hier trifft sie auf Carbon und Titan in einem offenen Gehäuse von 45 Millimetern. Die Zwei allein verrät dennoch nicht, welche Aderung über welche Zähler läuft.[3]

Lapislazuli bringt Wolken, Pyriteinschlüsse und Helligkeitssprünge genau an die Stellen, an denen ein Zähler einen klaren Rand braucht. In der Studioaufnahme löst das Licht zwar die Fläche, doch jede Ader kann den Zählerrand an einer anderen Stelle schneiden. Zwei Exemplare nebeneinander vergleichen deshalb individuelle Steinplatten und keine einheitliche Lackschicht.
Die zentrale Chronographenzeigerbahn dreht sich einmal pro Sekunde, und gegen diese typische Architektur der Defy Extreme arbeitet die unruhige Steinplatte. Zwei schwarze Bänder liegen bei: Kautschuk mit Faltschließe für den Alltag und Klett für die härtere Lesart der Linie. Ich sehe diese Uhr vor allem wegen der Platte; die Stoppfunktion rückt dahinter, zumal die verwendete Meldung die Ausgabe auf 25 Exemplare begrenzt.[3]
Orange auf Titan
CBZ208B.BF0009 bezeichnet eine Formula 1 als Automatikchronograph mit lizenziertem Gulf-Motiv, dessen hellblaue und orangefarbene Streifen senkrecht auf einem schwarzen Blatt liegen. Anders als frei wechselnde Farbnamen wie Mineral Blue oder Sky Blue bleibt diese Kombination fest an den Rennsportpartner gebunden. Gerade diese Bindung macht die Gestaltung leichter einzuordnen als eine bloße Saisonfarbe.[4]

Das 44-Millimeter-Gehäuse besteht aus Titan, die Lünette aus geschmiedetem Carbon. Ein orangefarbener Ring unter der Lünette zieht den Gulf-Code bis in die Gehäuseseite und trennt ihn zugleich von der dunklen Schale. Schwarze Zähler halten die Stoppfunktion lesbar, während orange und hellblaue Zeiger das Motiv fortsetzen. Es ist die vierte gemeinsame Formula-1-Ausgabe der Partner; neu ist vor allem, wie deutlich sich das Motiv diesmal ablesen lässt.[4]
Unter den vier Farbgeschichten überzeugt mich diese am schnellsten, weil Stein und Saphir das Auge stärker von der Zeitanzeige ablenken. Beim Gulf-Motiv bleibt die Zeit dagegen die erste Fläche, und eine Sammlung mit einer früheren Formula 1 erhält eine gut lesbare Variante. Die verwendete Meldung nennt eine Auflage von 1.000 Exemplaren.[4]
Saphir vor dem Farbnamen
Die Referenz 424.JX.5120.RX gehört zur Hublot Big Bang Sapphire Sky Blue. Ihr poliertes Saphirgehäuse macht die 44 Millimeter große Uhr einschließlich der Lünette durchsichtig, die von sechs Titanschrauben gehalten wird. Blau erscheint auf Blatt, Akzenten und strukturiertem Kautschukband. Sky Blue beschreibt damit die Farbe, während das Saphirgehäuse die eigentliche Konstruktion bestimmt.[5]
Durch das Gehäuse bleibt das offen gelegte MECA-10 mit der nach vorn gerichteten Unruh sichtbar. Bei Saphir, Keramik oder Ultra-Cermet verzeihen Dichtflächen weniger als eine Stahlkante. Wie Dichtungen, Prüfdruck und Intervalle zusammenhängen, steht unter Was Wasser und Magnete mit dem Werk machen; die verwendete Meldung begrenzt diese Ausführung auf 100 Exemplare.[5]
Diese Big Bang lese ich zuerst als Saphirgehäuse und erst danach über den Farbnamen oder die Referenz. Das durchsichtige Material zeigt mehr Werk als Blatt, bleibt mit sechs Schrauben und Saphirring aber klar in der bekannten Big-Bang-Architektur. Neu ist die Helligkeit, mit der das Blau durch das gesamte Gehäuse fällt.
Zuerst die kleine Overseas
Zuerst würde ich die 34,5 Millimeter in Burgunder ansehen. Die vier Chronographen kolorieren Gehäuse, die man schon kannte, und drei davon sitzen gar nicht in Stahl. Den orangefarbenen Streifen lese ich danach, weil die Zeit vor der Grafik bleibt.[1]
Über den Winter wird sich zeigen, welche Nummern in den Katalogen bleiben und welche als Saisonfarbe wieder verschwinden. Auflagen von 25, 100 und 1.000 Exemplaren machen drei der vier Farbgeschichten ohnehin kurz, erlauben aber keine Aussage über die tatsächliche Lieferbarkeit. Farbe und Material lassen sich in diesen Wochen schneller variieren als ein neues Gehäuse; bei der Overseas liegt die eigentliche Nachricht deshalb in der kleineren Größe.[3], [4], [5]
Häufig gestellte Fragen
Wo steht die Referenz an einer Sportuhr dieser Art?
Was kläre ich vor dem Kauf von Saphir oder Ultra-Cermet?
Fazit
Wer die kleinere Overseas sucht, findet sie jetzt in Stahl und Burgunder. Den Rest dieser Liste kauft man über Farbe, Stein oder Glas. Im Katalog sucht man die Stücke später über die Nummer.
Quellen
- Swisswatches Magazine: Vacheron Constantin Overseas Self-Winding in 34,5 mm: Two New Editions in Burgundy And Gold
- Swisswatches Magazine: Parmigiani Fleurier Tonda PF Sport Chronograph Ultra-Cermet in Mineral Blue
- Swisswatches Magazine: Zenith Defy Extreme Lapis Lazuli II: A Deep Blue Stone Set Against a Dark Chronograph Design
- Swisswatches Magazine: TAG Heuer Formula 1 x Gulf: Racing Colours on The Dial
- Swisswatches Magazine: Hublot Big Bang Sapphire Sky Blue And The Art of Transparency
