Antoni Chrono Magazin

A. Lange & Söhne Datograph Perpetual: Platinband und Diamanten am Datograph Perpetual

A. Lange & Söhne stellt den Datograph Perpetual zum zwanzigjährigen Jubiläum als limitierte Edition in Platin mit passendem Massivband vor.

Autor
Daria Nachama
Veröffentlicht
24. Oktober 2026
Lesezeit
7 Min.
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Foto: A. Lange & SöhneQuelle, press.alange-soehne.com

Jubiläumsmodell in Platin

Am 24. Oktober 2026 stellt A. Lange & Söhne den Datograph Perpetual unter der Referenz 410.136E in einer auf 50 Stück limitierten Serie vor. Das Gehäuse und das fünfgliedrige Massivband bestehen vollständig aus 950er Platin. Auf dem schwarz galvanisierten Zifferblatt markieren elf Baguettediamanten die Stunden. Diese Kombination verändert die optische Präsenz des komplexen Chronographen von Grund auf.

Das dunkle Zifferblatt lässt die exakt geschliffenen Steine bei direktem Lichteinfall hell aufblitzen und grenzt die hellen Hilfszifferblätter scharf ab. Die rhodiéfarbenen Anzeigen heben sich deutlich von dem schwarzen Hintergrund ab und leiten den Blick sofort auf die mechanischen Funktionen. Die strenge Geometrie des Zifferblatts bleibt trotz des neuen Edelsteinbesatzes erhalten.

Masse und Proportion

Mit einem Durchmesser von 41,0 Millimetern und einer Bauhöhe von 13,5 Millimetern beansprucht die Uhr spürbaren Raum am Handgelenk. Das Platingehäuse setzt auf die typische Untergliederung in Lünette, Mittelteil und Boden. Die kühle Farbe des massiven Edelmetalls tritt durch die abwechselnd polierten und satinierten Flächen deutlich hervor.

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ALS_410_136_B06_DATOGRAPH_PERPETUAL_2026Foto: A. Lange & SöhneQuelle, press.alange-soehne.com

Das Material zeichnet sich durch eine besonders hohe Dichte aus. Diese physikalische Eigenschaft verleiht der Uhr ein beträchtliches Eigengewicht. Das fünfgliedrige Platinband integriert sich optisch nahtlos in die Anstöße des Gehäuses. Die Konstruktion nutzt polierte Außenflächen im Wechsel mit feinen Mattierungen auf den breiteren Gliedern.

Verlagerung des Schwerpunkts

Seitliche Abschrägungen an den einzelnen Elementen des Platinbandes sorgen für ein fließendes Profil am Arm. Eine verdeckte Faltschließe sichert die schwere Konstruktion am Handgelenk. Ein derart massives Edelmetallband verlagert den Schwerpunkt der Uhr deutlich und erfordert eine präzise Längenanpassung.

Die Integration eines Massivbandes bei einer so hochkomplexen Uhr zeigt den Willen der Manufaktur zur vollständigen Materialkonsistenz. Sammler diskutieren solche Vollplatinmodelle intensiv, weshalb Eigentümer derartige Stücke oft direkt erfassen und ihre Uhren im Watch Vault verwalten. Das resultierende Gewicht fordert eine bewusste Entscheidung gegen leichte Tragbarkeit.

Symmetrie durch Freiraum

Die elf von Hand gesetzten Baguettediamanten fügen sich funktional in das Blatt ein. Bei zwölf Uhr liegt ein Doppelindex exakt über dem gerahmten Großdatum. Auf den Positionen vier und acht Uhr verzichtet die Gestaltung vollständig auf Markierungen und schafft so den nötigen Freiraum für die Anzeigen.

Dadurch können die Hilfszifferblätter leicht unterhalb der horizontalen Mittelachse platziert werden. Das Großdatum bei zwölf Uhr bildet zusammen mit diesen beiden Totalisatoren ein gleichseitiges Dreieck. Diese Anordnung strukturiert die Fülle an Informationen und hält das Blatt optisch im Gleichgewicht.

Mechanik des Chronographen

Durch den Saphirglasboden zeigt sich das Handaufzugskaliber L952.1 in seiner vollen architektonischen Tiefe. Ein klassisches Schaltrad steuert alle Funktionen des Chronographen präzise und koordiniert die Schaltvorgänge. Die Flyback-Funktion erlaubt den sofortigen Neustart einer laufenden Zeitmessung durch einen einzigen Druck auf den unteren Drücker.

Der exakt springende Minutenzähler garantiert eine fehlerfreie Ablesbarkeit der gestoppten Zeit. Verschiedene Hebel greifen sichtbar ineinander und zeigen die klassische sächsische Finissierung der Bauteile. Die Konstruktion erfordert ungewöhnlich lange Hebelwege, um dem Großdatum und den abgesenkten Hilfszifferblättern genügend Raum zu lassen.

MerkmalAngabe
Referenz410.136E
Durchmesser41,0 mm
Höhe13,5 mm
Gehäusematerial950er Platin
KaliberL952.1
AufzugHandaufzug
FunktionenChronograph mit Flyback und springendem Minutenzähler, Ewiger Kalender, Großdatum, Mondphase, Tag-/Nacht-Anzeige
ZifferblattSchwarz mit 11 Baguettediamanten und rhodiéfarbenen Hilfszifferblättern

Kalendarium und Mondphase

Für die Berechnungen des ewigen Kalenders verbaut die Manufaktur allein 223 der insgesamt 556 Werkkomponenten. Die Mechanik schaltet Datum, Wochentag, Monat und Schaltjahr bis zum 1. März 2100 völlig selbstständig weiter. Eine Mondphase bei sechs Uhr komplettiert die Anzeige mit einer Abweichung von exakt einem Tag in 122,6 Jahren.

Ein Drücker bei zehn Uhr ermöglicht das gemeinsame Weiterschalten aller Kalenderanzeigen nach einer längeren Tragepause. Versenkte Korrektoren in den Gehäuseflanken lassen zudem eine individuelle Justierung der einzelnen Anzeigen zu. Ein Sicherheitsmechanismus blockiert unbeabsichtigte Verstellungen des Hauptdrückers. Käufer aus zweiter Hand sollten solche Funktionen detailliert prüfen und eine Checkliste vor dem Gebrauchtkauf zu Rate ziehen.

Zwanzig Jahre Bestand

Der Datograph Perpetual debütierte im Jahr 2006 als erster Armbandchronograph der Marke, der die Kurzzeitmessung mit einem ewigen Kalender und dem Großdatum vereinte. Die neue Platinvariante markiert das zwanzigjährige Jubiläum dieser Konstruktion. Die Limitierung auf 50 Exemplare ordnet das Modell in die absolute Spitze des aktuellen Portfolios ein.

Das Handaufzugskaliber bleibt bei dieser Neuvorstellung baulich unverändert und belegt die langlebige Gültigkeit der damaligen Konstruktion. Der Sprung zu einem integrierten Edelmetallband für diese Linie schlägt ein neues ästhetisches Kapitel auf. Solche Ausstattungsmerkmale verändern den Charakter der Uhr komplett.

Grenzbereich der Masse

Ein Gehäuse und ein massives Gliederband aus 950er Platin machen diesen Datograph Perpetual zu einem echten Block am Arm. Die Baguettediamanten fügen sich erstaunlich zurückhaltend in das funktionale schwarze Zifferblatt ein und betonen die klare Geometrie des Dreiecks. Die rhodiéfarbenen Hilfsanzeigen bilden einen starken visuellen Anker in der unteren Blatthälfte.

Das enorme Gewicht des Edelmetalls verlangt dem Träger physisch einiges ab und schließt ein unauffälliges Tragen weitgehend aus. Die faszinierende architektonische Tiefe des Werkes entschädigt für dieses Volumen. Die Limitierung auf 50 Stück macht eine alltägliche Nutzung ohnehin unwahrscheinlich.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich die neue Version des Datograph Perpetual von älteren Modellen?
Die Edition von 2026 nutzt ein fünfgliedriges Massivband aus 950er Platin und integriert elf Baguettediamanten als Stundenindizes auf einem schwarzen Zifferblatt. Die technische Basis des Handaufzugskalibers L952.1 bleibt bestehen.
Ein gesicherter Hauptdrücker bei zehn Uhr schaltet alle Kalenderanzeigen nach Stillstand der Uhr gemeinsam weiter. Für die individuelle Justierung von Datum, Wochentag, Monat und Mondphase stehen zusätzliche versenkte Korrektoren in den Gehäuseflanken bereit.
Das Gehäuse misst 41,0 Millimeter im Durchmesser und baut 13,5 Millimeter hoch. Zusammen mit dem massiven Platinband entsteht eine sehr hohe Dichte und ein entsprechend präsentes Gewicht am Handgelenk.

Fazit

A. Lange & Söhne nutzt das Jubiläum für eine maximale Materialpräsenz. Die Kombination aus massigem Platinblock, Diamanten auf dem Zifferblatt und der feinen Mechanik des Schaltradchronographen reizt die ästhetischen Grenzen der Kollektion voll aus.

Quellen

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