Ein Gegenentwurf in Schwarz-Weiß
Glashütte Original stellt den Seventies Chronograph XV vor. Die auf 100 Stück limitierte Sonderedition wendet das Farbkonzept des amerikanischen Panda-Vorgängers ins Gegenteil: Ein mattschwarzes Zifferblatt trifft auf silberfarbene Hilfszifferblätter. Die Uhr ist seit Anfang Juni exklusiv in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.
Das Reverse-Panda-Zifferblatt verzichtet auf die kräftigen Farben, die die Seventies-Linie sonst prägen. Stattdessen setzt die Marke auf einen strikt monochromen Auftritt. Die Weißgold-Zeiger und die applizierten Indizes sind mit Leuchtmasse gefüllt.
Struktur und Tragewirkung
Das sogenannte TV-Gehäuse misst weiterhin 40 mal 40 Millimeter. Mit einem Maß von 46,4 Millimetern von Bandanstoß zu Bandanstoß sitzt der Seventies Chronograph XV kompakter am Arm, als die quadratische Grundform vermuten lässt. Die Bauhöhe von 14,1 Millimetern ergibt sich aus der Konstruktion des Werks und der Architektur mit integriertem Stahlband.
Die abwechselnd gebürsteten und polierten Flächen brechen das Licht an den Kanten des Edelstahlgehäuses. Das Design ist bis zu einem Druck von 10 bar wasserdicht und führt das integrierte Band nahtlos an den Rumpf heran. Die Krone und die Drücker sind auf einer Höhe angeordnet, was eine ruhige Gehäuseflanke schafft.
Kontrastreiche Anzeigen
Das mattschwarze lackierte Zifferblatt nimmt die silberfarbenen galvanisierten Totalisatoren auf. Diese Reverse-Panda-Anordnung bündelt die Anzeigen übersichtlich. Neben der zentralen Stoppsekunde, dem 30-Minuten-Zähler und der laufenden Sekunde bietet die Uhr eine Gangreserveanzeige.
Ein 12-Stunden-Zähler ist als bogenförmiges Fenster ausgeführt, um das Zifferblatt nicht zu überladen. Unter der 12-Uhr-Position sitzt das charakteristische Panoramadatum, dessen beide Scheiben auf einer Ebene liegen.
Integrierter Flyback-Chronograph
Das automatische Manufakturkaliber 37-02 treibt den Chronographen an. Als integrierte Konstruktion nutzt es ein Säulenrad zur Steuerung der Flyback-Funktion. Eine Siliziumspirale sorgt für den gleichmäßigen Gang der Unruh, die mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde arbeitet.
Ein skelettierter Rotor mit dem Doppel-G-Symbol zieht das Federhaus bis zu einer maximalen Gangreserve von 70 Stunden auf. Glashütter Streifenschliff und polierte Kanten belegen den Anspruch an das Werkfinish, das durch den Saphirglasboden sichtbar ist.
Die Rolle im Portfolio
Die Seventies-Linie bildet den sportlichen Pol bei Glashütte Original, abseits der klassischen runden Modelle der Senator- und Pano-Kollektionen. Aktuell ist das TV-Gehäuse ausschließlich als Chronograph erhältlich. Die Linie positioniert die Marke im Segment der Sportuhren mit integriertem Band, wo sie auf starke Konkurrenz aus der eigenen Konzernmutter und anderen Häusern trifft.
Die 15. Edition des Seventies Chronograph Panorama Date führt die Formensprache unverändert fort. Der Verzicht auf die für die Linie typischen kräftigen Lackierungen verleiht der Uhr eine technische Strenge, die sich an Sammler richtet, die ein leiseres Design bevorzugen. Die Begrenzung auf den deutschsprachigen Markt spiegelt den lokalen Fokus der Edition.
Meinung Nächster Abschnitt
Der Seventies Chronograph XV ist ein starker Beweis, dass eine komplexe Uhr kein schreiendes Zifferblatt braucht. Das Reverse-Panda-Layout rückt die Anzeigenordnung des Kalibers 37-02 ins Zentrum und unterstreicht die technische Substanz. Die Proportionen sind für ein quadratisches Gehäuse mit 40 Millimetern Seitenlänge gut ausbalanciert, besonders der lug-to-lug von 46,4 Millimetern macht die Uhr tragbar.
Ein Quadrat baut jedoch Volumen auf. Mit 14,1 Millimetern Bauhöhe bleibt der Chronograph massiv. Wer eine flache Sportuhr sucht, wird hier nicht fündig.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Seventies Chronograph XV wasserdicht?
Fazit
Das Reverse-Panda-Design bändigt das auffällige Gehäuse und rückt das komplexe Werk in den Mittelpunkt. Für den lokalen Markt ist dies ein überzeugender Gegenentwurf zu den bunten Zifferblättern der Vergangenheit.
