Azurblaues Zifferblatt im Weißgoldgehäuse
Vacheron Constantin erweitert die Overseas-Kollektion um ein Sondermodell zum runden Jubiläum. Die Overseas Perpetual Calendar Ultra-Thin erscheint unter der Referenz 4300V/220G-H119 in einem Weißgoldgehäuse mit einem neuen azurblauen Zifferblatt. Die Manufaktur limitiert die am 24. September 2026 vorgestellte Auflage auf 200 Exemplare und kombiniert das helle Blau zum ersten Mal mit diesem Material.
Die technische Basis bleibt unangetastet. Das Gehäuse behält den Durchmesser von 41,5 Millimetern und eine Bauhöhe von 8,1 Millimetern. Die Neuerung liegt vollständig in der Kombination aus dem kühlen Weißgold und dem pastellfarbenen Zifferblatt, das Vacheron Constantin als Azurblau bezeichnet. Diese Farbe soll an weite Räume erinnern und greift den maritimen Reisecharakter der Kollektion auf.
Für einen Preisvergleich sollten Sie die vollständige Referenz und den jeweiligen Lieferumfang verwenden. Ein Angebot für eine andere Gehäuselegierung oder Zifferblattvariante ist keine automatische Wertgrundlage für die neue Edition. Erst konkrete Angaben des Anbieters ermöglichen den Vergleich.
Präsenz durch Gewicht und Länge
Das Weißgoldgehäuse der Overseas trägt das typische Design der dritten Generation. Der zylindrische Mittelteil ruht auf einem flachen, tonneau-förmigen Gehäuseboden. Die verschraubte Lünette greift die bekannte Form des Malteserkreuzes auf und fixiert die Konstruktion auf dem flachen Gehäusemittelteil. Die abwechselnd satinierten und polierten Flächen unterstreichen die komplexe Geometrie der Uhr.

Die geringe Höhe lässt die Overseas auf den Bildern flach erscheinen. Ob die Bandanstöße zum eigenen Handgelenk passen, muss bei einer Anprobe geprüft werden. Durchmesser allein beschreibt die Auflagefläche nicht; Gehäuselänge, Verlauf der Hörner und die ersten Bandglieder spielen ebenfalls eine Rolle. Eine pauschale Empfehlung für einen bestimmten Handgelenkumfang lässt sich aus den Herstellerangaben nicht ableiten.
Das Weißgoldband setzt die Materialwahl des Gehäuses fort und verändert die Wirkung gegenüber einem Kautschukband. Vacheron Constantin liefert zwei Kautschukbänder mit. Sie erlauben eine andere Kombination am Arm, während das Zifferblatt und die Gehäuseform dieselben bleiben. Ein Gesamtgewicht oder ein bestimmter Tragekomfort wird hier ohne eigene Messung oder Anprobe nicht behauptet.
Kontrast und Ablesbarkeit
Das neue Azurblau fällt heller und weniger gesättigt aus als das klassische dunkelblaue Zifferblatt aus dem Jahr 2016. Ein feiner Sonnenschliff zieht sich über das Hauptzifferblatt, während die drei Hilfszifferblätter für Wochentag, Datum und den Vierjahres-Monat mit konzentrischen Kreisen abgesetzt sind. Diese Gestaltung schafft eine visuelle Tiefe und trennt die Kalenderanzeigen vom Hintergrund.
Eine bogenförmige Aussparung zeigt die Mondphase. Die Scheibe präsentiert sich im gleichen Blauton wie das restliche Zifferblatt und trägt einen Mond aus 18-karätigem Weißgold. Diese Ton-in-Ton-Gestaltung integriert die poetische Komplikation nahtlos in die kühle Ästhetik der Uhr. Die aufgesetzten Stundenindizes und Zeiger bestehen ebenfalls aus Weißgold und fügen sich in das Gesamtbild ein.
Die Ablesbarkeit bleibt unter verschiedenen Bedingungen erhalten. Indizes und Zeiger sind mit Super-LumiNova gefüllt und leuchten im Dunkeln. Das Zifferblatt bildet selbst bei schwachem Licht einen kühlen, harmonischen Kontrast zum Gehäuse. Die metallischen Schattierungen des blauen Lacks reagieren auf unterschiedliche Lichtverhältnisse und verändern ihre Tiefe je nach Einfallswinkel.
Kompakter ewiger Kalender
Im Inneren arbeitet das bewährte Kaliber 1120 QP. Das Automatikwerk baut trotz des ewigen Kalenders und der Mondphase lediglich 4,05 Millimeter hoch. Es besteht aus 276 Bauteilen und schaltet die Monate und Schaltjahre bis zum Jahr 2100 ohne manuellen Eingriff fort. Dieser Zeitpunkt markiert nach den Regeln des gregorianischen Kalenders ein Säkularjahr ohne Schaltjahr, weshalb eine Korrektur erforderlich wird.

Ein Saphirglasboden zeigt die Finissierung nach den strengen Standards der Genfer Punze. Die Brücken tragen feine Genfer Streifen und anglierte Kanten, die Werkplatte ist perliert. Der durchbrochene Rotor aus 22-karätigem Gold zeigt die Windrose der Overseas-Kollektion und unterstreicht den Entdeckergeist der Linie. Auch versteckte Bauteile weisen vertikale oder zirkulare Satinierungen auf.
Das Werk bleibt ein technischer Fixpunkt der gesamten Kollektion. Die Kombination aus traditioneller Haute Horlogerie und kompakter Bauweise belegt den hohen technischen Anspruch der Manufaktur.
Dritte Generation der Linie
Die Overseas-Kollektion startete 1996 als Nachfolger der berühmten Referenz 222 aus dem Jahr 1977 sowie des Chronomètre Royal von 1975. Das Modell begründete den sportlich-eleganten Stil der Marke im modernen Zeitalter. Im Jahr 2004 folgte die zweite Generation mit einem präsenteren Design und einem integrierten Band, dessen Glieder erstmals die Form des Malteserkreuzes aufgriffen.
Die aktuelle, dritte Generation führte Vacheron Constantin 2016 ein. Sie brachte fließendere Linien und das Schnellwechselsystem für die Bänder. Die neue Jubiläumsedition nutzt dieses System voll aus. Sie wird mit einem Weißgoldband mit Feineinstellung sowie zwei Kautschukbändern in Weiß und Denim-Blau ausgeliefert. Jedes Kautschukband verfügt über eine eigene, ebenfalls schnell wechselbare Dornschließe aus Weißgold.
Die Kombination aus anspruchsvoller Komplikation, kühlem Edelmetall und dem sportlichen Charakter der Linie festigt die Position der Overseas Perpetual Calendar Ultra-Thin als technisches Aushängeschild der Marke. Das Modell beweist die Vielseitigkeit des Grunddesigns und schlägt eine Brücke zwischen formeller Eleganz und alltäglicher Nutzbarkeit.
Konsequente Erweiterung
Die Referenz 4300V/220G-H119 fügt sich als logische Ergänzung in die Historie der Linie ein. Das helle Azurblau bringt eine frische Ästhetik in die sonst oft sehr klassischen und dunkleren Farbkombinationen der Manufaktur. Das Weißgoldgehäuse liefert das nötige Gewicht und die kühle Zurückhaltung für eine Uhr dieser hohen uhrmacherischen Klasse.
Das flache Kaliber bleibt ein herausragendes Beispiel für kompakte Konstruktionen und verleiht der Uhr ihre elegante Silhouette. Die Ablesbarkeit profitiert stark vom Kontrast der konzentrisch gestalteten Hilfszifferblätter. Das clevere Schnellwechselsystem und die drei mitgelieferten Bänder betonen den sportlichen und wandelbaren Charakter des Modells auf bequeme Weise.
Die Grenze der Uhr liegt eindeutig in ihrer gestreckten Länge. Die Distanz von fast 49 Millimetern von Horn zu Horn erfordert ein flaches und breites Handgelenk. An runderen Armen verliert das an sich sehr flache Gehäuse schnell seinen formalen Halt und neigt dazu, über die Handgelenkskanten hinauszuragen.
Fazit
Azurblau und Weißgold geben dieser Overseas eine eigene Ausführung. Für einen Kauf zählen daneben Kalenderbedienung, Passform und der vollständige Lieferumfang.
