Zwei Neuheiten aus Stahl
Am 04.11.2026 erweitert H. Moser die Heritage Collection um zwei limitierte Uhren aus Edelstahl. Der Heritage Chronograph White Fumé mit der Referenz 8220-1200 erscheint in einer Auflage von 100 Stück. Die Heritage Centre Seconds Espresso Fumé trägt die Referenz 8200-1207 und ist auf 200 Exemplare begrenzt.
Beide Uhren führen die Taschenuhrenästhetik der historischen Linie fort und übersetzen sie in moderne Armbanduhren. Der Hersteller kombiniert dafür traditionelle Gehäuseformen mit den bekannten rauchigen Fumé-Zifferblättern der Marke.
Die Ankündigung rückt eine Kollektion in den Fokus, die neben der Streamliner-Familie oft weniger Beachtung findet. Das 1828 gegründete Haus belegt mit diesen Neuzugängen seinen Umgang mit klassischen Proportionen und traditionellen Anzeigen.
Runde Gehäuse mit Drahtanstößen
Beide Modelle teilen sich einen Durchmesser von 42 Millimetern. Das Gehäuse aus Edelstahl ist exakt rund geformt und orientiert sich an umgerüsteten Taschenuhren des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.

Charakteristisch für diese Designsprache sind die feinen Drahtbandanstöße, welche das Band optisch vom Mittelteil trennen. Pressebilder lassen erahnen, dass die Konstruktion am Handgelenk durch die abstehenden Anstöße spürbar voluminöser wirkt als eine konventionelle Sportuhr gleichen Maßes.
Der Chronograph integriert zusätzlich klassisch geformte Drücker in die Gehäuseflanke, die den historischen Eindruck stützen. Die Bauhöhe wird durch sanft abfallende Lünetten optisch abgemildert, was den Modellen eine fließende Kontur gibt.
Zifferblätter in Weiß und Braun
Das Gesicht des Chronographen bestimmt ein weißes Fumé-Zifferblatt. Blaue Hilfszifferblätter bei neun und drei Uhr erzeugen einen starken Kontrast zur hellen Basis und erleichtern das Ablesen der gestoppten Zeiten.
Eine blaue Tachymeterskala am äußeren Rand rahmt die Anzeige ein und sichert den technischen Anspruch des Instruments. Blaue Zeiger komplettieren das Farbkonzept und schaffen eine klare Verbindung in die Gegenwart, da historische Vorbilder meist schwarz bedruckt waren.
Die Heritage Centre Seconds Espresso Fumé wählt einen wärmeren Ansatz. Ihr braunes Zifferblatt verweist farblich auf natürliche Alterungsprozesse historischer Instrumente. Große arabische Ziffern mit Leuchtmassefüllung dominieren die Fläche und gewährleisten eine schnelle Erfassung der Zeit auch bei schlechten Lichtverhältnissen.
Automatische Kaliber mit Ausdauer
Den Antrieb des Chronographen übernimmt das automatische Kaliber HMC 220, welches in dieser Ausführung mit einem Chronographenmodul ausgestattet ist. Diese modulare Lösung ermöglicht die Zweiregister-Anordnung der Hilfszifferblätter auf der horizontalen Achse.

H. Moser verzichtet hier auf das eigene Chronographenwerk HMC 907, um das historische Zifferblattlayout exakt abbilden zu können. Das Modul fügt sich in die Mechanik ein und steuert die Stoppfunktionen.
Die Dreizeigerversion nutzt das automatische Kaliber HMC 200 als robuste Basis. Beide Werke arbeiten ausdauernd und stellen laut Manufaktur eine Gangreserve von 72 Stunden zur Verfügung, wodurch sich die Uhren problemlos über ein Wochenende ablegen lassen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Referenz | 8220-1200 (Chronograph), 8200-1207 (Centre Seconds) |
| Durchmesser | 42 Millimeter |
| Gehäusematerial | Edelstahl |
| Kaliber | HMC 220 (Chronograph), HMC 200 (Centre Seconds) |
| Aufzug | Automatik |
| Gangreserve | 72 Stunden |
| Limitierung | 100 Stück (Chronograph), 200 Stück (Centre Seconds) |
| Preis 8220-1200 | 27.000 CHF (ca. 29.390 € zum EZB-Kurs vom 04.11.2026, laut Worn & Wound, Stand 11/2026) |
Die Rolle der Heritage Collection
H. Moser blickt auf eine Historie zurück, die im Jahr 1828 begann. In den vergangenen Jahren prägten vor allem sportliche Modelle mit integrierten Bändern oder avantgardistische Kooperationen das öffentliche Bild der Manufaktur.
Die Heritage Collection besetzt hingegen die Rolle des historischen Gewissens im aktuellen Portfolio. Sie dokumentiert die Phase des Übergangs von der Taschenuhr zur Armbanduhr in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Die Umrüstung erfolgte damals durch nachträglich angelötete Ösen, was das aktuelle Design mit den feinen Anstößen zitiert.
Innerhalb des aktuellen Angebots bieten diese beiden limitierten Editionen eine bodenständige Alternative zu den extrem modernen Hauptlinien des Hauses. Sie zeigen, dass die Marke auch das traditionelle Register beherrscht.
Urteil zu Modul und Maß
Die Entscheidung für ein Modulkaliber beim Chronographen ist konstruktiv ein Kompromiss, den das Zifferblatt optisch vollkommen rechtfertigt. Die Symmetrie der beiden blauen Totalisatoren vor dem hellen Hintergrund schafft eine ausgewogene Struktur.
Das braune Zifferblatt der Centre Seconds fängt das Vintage-Thema durch seinen warmen Farbton noch direkter ein. Ein konsequenter Einwand betrifft den großzügigen Durchmesser der Stahlgehäuse.
Historische Taschenuhren rechtfertigen naturgemäß große Maße, doch 42 Millimeter an abstehenden Drahtbandanstößen erfordern ein kräftiges Handgelenk. Eine Reduktion um zwei Millimeter hätte den Modellen eine breitere Nutzbarkeit gesichert. Dennoch überzeugen beide Referenzen durch ihre klare Trennung von der oft schrillen Gegenwart der Luxusuhren.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß sind die neuen H. Moser Heritage Modelle?
Welche Werke kommen in den Heritage Editionen zum Einsatz?
Wie stark sind die neuen Uhren von H. Moser limitiert?
Fazit
Die Erweiterung der Heritage Collection bringt zwei klare Konzepte in das Portfolio der Marke. Durch die Begrenzung auf wenige Exemplare bleiben beide Referenzen ein spezielles Angebot für Sammler, die das historische Zifferblattdesign abseits moderner Sportuhren suchen.
