Blaues Gehäuse
Bremont erweitert die Supermarine-Linie um ein neues Mitglied. Die Supermarine 500 Full Ceramic Deep Blue folgt auf die Editionen Polar White, Jungle Green und Tactical Black. Die neue Variante taucht die 43 Millimeter breite Taucheruhr komplett in ein dunkles Blau. Die Farbe reicht vom sandgestrahlten und gebürsteten Monoblock-Gehäuse aus Keramik über den Kronenschutz bis zur Keramikeinlage der Lünette.
Auch das auf der Neun-Uhr-Position platzierte Heliumauslassventil nimmt den Farbton der Schale exakt auf. Bremont limitiert die Deep Blue auf 250 Stück. Die Premiere erfolgte Anfang Oktober 2026.
Bruchschutz durch Titan
Das 13 Millimeter hohe Gehäuse widersteht einem Druck, der 500 Metern Wassertiefe entspricht. Keramik ist leicht und zerkratzt fast nicht, neigt bei harten Schlägen aber dazu, zu splittern oder zu brechen. Bremont schützt die anfälligsten Teile daher mit einem robusteren Material. Der Drehring der Lünette und die verschraubte Krone auf der Drei-Uhr-Position bestehen aus Titan. Da die Farbe von Gehäuse und Anbauteilen nahezu identisch ist, fällt der Materialwechsel mit bloßem Auge kaum auf.
Titan bildet auch den inneren Käfig, der das Werk vor Magnetfeldern abschirmt. Durch die Kombination aus leichtem Keramik-Monoblock und Titan bringt der nackte Uhrenkopf der Supermarine 500 trotz der 50 Millimeter von Horn zu Horn nur 74 Gramm auf die Waage.
Wellen und starker Kontrast
Die Deep Blue übernimmt das schwarze Zifferblatt mit dem geprägten Wellenmuster aus der aktuellen Supermarine-Kollektion. Es feiert seine Premiere in einem farbigen Keramikgehäuse. Das Zifferblatt sorgt für eine klare Ablesbarkeit. Bremont appliziert weiße Super-LumiNova auf die Indizes und Zeiger, die im Dunkeln blau leuchten. Der starke Kontrast zum schwarzen Grund sichert schnelle Orientierung auch unter Wasser.
Die schwarze Farbe des Zifferblatts wiederholt sich in den gelaserten Ziffern auf dem blauen Keramik-Inlay der Lünette.
Verbessertes Kaliber
Bremont rüstet die Uhr mit dem Kaliber BB64AH aus, das auf einem Sellita SW300 basiert. Es treibt auch die Supermarine 500 Full Ceramic Polar Dial an. Das Werk bringt ein Upgrade der Gangreserve von zuvor 38 auf 56 Stunden mit. Auch bei Magnetfeldschutz und Haltbarkeit hat die Marke nachgelegt.
Zum Einsatz kommen eine antimagnetische Glucydur-Unruh, eine Anachron-Spiralfeder zum Ausgleich von Temperaturschwankungen und eine widerstandsfähige Nivaflex-Zugfeder.
Wandel zur Materialschmiede
Unter der Führung von Davide Cerrato hat Bremont sein Sortiment in den vergangenen drei Jahren gestrafft und die Linien für Land, Luft, Raum und Meer klar getrennt. Cerrato stellte die Produktion der traditionellen Trip-Tick-Gehäuse für die Supermarine 300 und 500 ein und musterte das alte Propeller-Logo aus. Kritiker warfen der Marke vor, ihre junge Geschichte zu verraten.
Tatsächlich scheint die Supermarine 500 als robusteste Taucheruhr im Programm das ideale Spielfeld zu sein, um neue Materialkombinationen wie Keramik und Titan zu erproben und mit Farben zu experimentieren.
Konsequente Evolution
Bremont findet eine kluge Balance aus technischem Anspruch und Tragbarkeit. Die konsequente Einfärbung des Gehäuses mitsamt Heliumventil zeugt von Liebe zum Detail, während der strategische Einsatz von Titan an Lünette und Krone die Schwächen des Materials Keramik im Alltag ausgleicht.
Dass die britische Marke für das Werk auf ein modifiziertes Standard-Kaliber von Sellita zurückgreift, entspricht dem Preisgefüge. Die aufgewertete Gangreserve auf 56 Stunden ist alltagstauglich, bleibt aber hinter den 70 Stunden moderner Manufakturwerke zurück. Wer eine leichte, widerstandsfähige Taucheruhr abseits der bekannten Pfade sucht, findet in der Deep Blue eine farbstarke und durchdachte Option.
Häufig gestellte Fragen
Welches Werk verwendet Bremont in der Supermarine 500 Full Ceramic Deep Blue?
Wie ist das Gehäuse konstruiert?
Fazit
Bremont platziert die limitierte Taucheruhr als robustes Instrument, das moderne Werkstoffe clever kombiniert. Der Verzicht auf die historische Gehäuseform zugunsten der Keramik-Titan-Kombination bringt die Supermarine spürbar voran.
