Antoni Chrono Magazin

Gewölbtes Gold im Zwölf-Schrauben-Takt

Hublot stellt mit der Classic Fusion Tributo eine goldene Serienuhr vor, die sich wieder am ursprünglichen Gehäusedesign von 1980 orientiert.

Autor
Daria Nachama
Veröffentlicht
15. Oktober 2026
Lesezeit
4 Min.
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Foto: HodinkeeQuelle, hodinkee.com

Rückkehr zum MDM-Design

Hublot erweitert die Serienproduktion am 15. Oktober 2026 um die Classic Fusion Tributo in den Referenzen 262.VX.1130.RX.MDM für Gelbgold und 262.WX.6870.RX.MDM für Weißgold. Das Modell greift das ursprüngliche Design der ersten MDM-Uhr der Marke aus dem Jahr 1980 auf. Die Lünette trägt wieder zwölf Schrauben anstelle der sonst üblichen sechs. Eine erhabene Wölbung der Schraubenköpfe unterscheidet sie von den flachen H-Schrauben der bisherigen Linie. Beide Varianten erscheinen unlimitiert im regulären Preissegment der Marke.

Der Entwurf entstand unter direkter Beteiligung des Gründers Carlo Crocco. Für Sammler ist diese Einordnung oft hilfreich, wenn sie den Markt über ChronoSearch beobachten. Die Marke positioniert die Uhr als reguläre Referenz neben den bestehenden Varianten der Kollektion.

Gewachsenes Gold auf Kautschuk

Das Gehäuse misst 38 Millimeter im Durchmesser und wächst damit leicht gegenüber dem 36 Millimeter messenden historischen Vorbild. Die Bauhöhe steigt von ehemals flachen 6,5 Millimetern auf knapp zehn Millimeter. Ein Grund für diesen Zuwachs liegt im mechanischen Werk, da die Erstausgabe noch quarzgesteuert lief. Verstärkte Bandanstöße und eine verschraubte, vergrößerte Krone passen das historische Profil an heutige Erwartungen an Stabilität an.

Das schwarze Kautschukband ist nun vertikal geriffelt und schließt mit einer schwarz beschichteten Titanfaltschließe. Pressebilder lassen eine scharfe Trennung zwischen den gebürsteten und polierten Flächen erkennen. Mitglieder können Modelle dieser Art über ChronoVault dokumentieren.

Onyx als dunkler Spiegel

Das Zifferblatt besteht aus poliertem schwarzem Onyx. Dieses Naturmaterial ersetzt den schwarzen Lack der historischen Ausgaben und der bisherigen Classic-Fusion-Linie und bietet eine tiefere, spiegelnde Oberfläche. Auf Indizes oder eine Minuterie verzichtet das Blatt vollständig. Die zwölf Schrauben der Lünette übernehmen die optische Funktion der Stundenmarkierungen.

Ein historischer MDM-Schriftzug steht bei sechs Uhr. Die Datumsscheibe ist weiß auf schwarz gedruckt und fügt sich dunkel in das Gesamtbild ein. Der Sekundenzeiger endet in einem Gegengewicht in Form des Markenlogos. Verdickte Zeiger erleichtern das Ablesen der Zeit bei direktem Lichteinfall, wie die Pressebilder vermuten lassen.

Automatikantrieb mit Zenith-Basis

Im Inneren arbeitet das Automatikkaliber HUB1711. Dieses Werk nutzt die Architektur des Zenith Elite 670 und baut eine Gangreserve von 60 Stunden auf. Ein optimiertes Räderwerk ermöglicht diesen Wert, der das bisher verwandte HUB1710 um zehn Stunden übertrifft. Durch den Saphirglasboden zeigt sich ein durchbrochener Rotor in H-Form.

Hublot fertigt diesen Aufzug bei der Gelbgoldvariante ebenfalls aus Gelbgold. Die Weißgoldversion erhält einen schwarzen Rotor aus Wolfram. Der Wechsel auf dieses Kaliber erklärt die gestiegene Bauhöhe und entfernt das Modell baulich von seinen flachen Quarz-Vorgängern.

Dritter Anlauf zur Historie

Die Tributo ist der dritte Versuch der Marke, das erste Modell von Carlo Crocco neu aufzulegen. Ein erstes Jubiläumsmodell brachte im Jahr 2020 ein massives Gehäuse von 45 Millimetern, sechs Schrauben und Materialien wie Keramik mit. Drei Jahre später folgte die Classic Fusion Original in kleineren Durchmessern, hielt jedoch an den sechs flachen Schrauben fest.

Das neue Modell bringt nun die zwölf konvexen Schrauben und den MDM-Schriftzug zurück. Es findet das richtige Maß zwischen optischer Treue und technischem Fortschritt, um das MDM-Design sinnvoll in die Serienproduktion zu überführen.

Konzeptionelle Grenzen bei Weißgold

Das Modell in Gelbgold schließt die Lücke zum Ursprungsdesign schlüssig. Die Proportionen passen an das Handgelenk, die gewölbten Schraubenköpfe setzen das richtige Detail. Das Zifferblatt aus Onyx wertet die Front auf, ohne den puristischen Charakter zu stören.

Die Variante in Weißgold wirft hingegen Fragen auf. Sie trägt schwarz beschichtete Titanschrauben auf der Lünette. Das historische Modell existierte nie in Weißgold, und abgedunkelte Schrauben kamen beim Ursprungsentwurf nicht vor. Diese ahistorische Experimentierfreude bricht das ansonsten strikte Konzept des Rückblicks auf.

Häufig gestellte Fragen

Welches Werk treibt die Hublot Classic Fusion Tributo an?
Die Uhr nutzt das Automatikkaliber HUB1711. Es basiert auf der Architektur des Zenith Elite 670 und verfügt über eine Gangreserve von 60 Stunden.

Fazit

Die Hublot Classic Fusion Tributo festigt den historischen Kern der Linie in der Serienproduktion. Der dritte Anlauf zur Wiederbelebung des MDM-Designs findet das richtige Maß zwischen optischer Treue und technischem Fortschritt.

Quellen

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