Monopusher trifft ewigen Kalender
Die auf 30 Stück begrenzte Uhr ergänzt den bekannten Monodrücker-Chronographen der österreichischen Marke um einen ewigen Kalender. Die Ausführung bildet den Abschluss einer geplanten gemeinsamen Trilogie.
Bisherige Kooperationen nutzten reduzierte Zifferblätter. Das neue Modell wählt einen opulenteren Weg und orientiert sich an historischen Entwürfen der 1950er Jahre. Eine genaue Aufschlüsselung der Referenzen zeigt, wie Zifferblattdetails das Gesamtbild bestimmen. Das schwarze Glanzblatt mit aufgesetzten Goldsternen fasst die komplexe Mechanik in einen formellen Rahmen. Die Wahl der Materialien verändert die Wirkung der etablierten Architektur spürbar.
Edelstahlgehäuse mit gestufter Lünette
Das Edelstahlgehäuse misst 38,5 Millimeter im Durchmesser. Mit einer Bauhöhe von 13,0 Millimetern bleibt die Konstruktion trotz des aufgesetzten Kalendermoduls verhältnismäßig flach. Habring² kaschiert die zusätzliche Materialstärke durch eine dreifach gestufte Lünette. Dieser Aufbau unterbricht die Flanke optisch und gliedert das Metall.
Die Lünette erfüllt dabei eine funktionale Aufgabe, da sie die versenkten Drücker für die Korrektur der Kalenderanzeigen integriert. Ein Wechsel aus gebürsteten und polierten Flächen prägt das Mittelteil. Das gewölbte Saphirglas schließt bündig ab und verfügt über eine Antireflexbeschichtung. Auf der Rückseite gibt ein Saphirglasboden den Blick auf die Mechanik frei.
Die Wasserdichtigkeit spezifiziert der Hersteller mit 30 Metern. Das schützt die Bauteile vor Spritzwasser im Alltag. Getragen wird die Uhr an einem patinierten braunen Kalbslederband, das mit einer sternverzierten Dornschließe abschließt. Eine genaue Pflege erhält die Alterung des Leders.
Schwarzer Lack und goldene Sterne
Das Gesicht der Uhr teilt sich in unterschiedliche Ebenen und Oberflächen. Die Basis bildet ein glänzend schwarz lackiertes Zifferblatt. Acht vergoldete, aufgesetzte Sterne dienen als Stundenindizes. Dieses Detail greift historische Modelle wie die Rolex Referenz 6062 auf. Die leicht vertieften Hilfszifferblätter setzen sich durch eine matte, konzentrisch guillochierte Struktur vom Glanzlack ab.
Die Anzeigen verteilen sich über vier Achsen. Bei neun Uhr steht das Datum, bei drei Uhr der Wochentag. Monat und Schaltjahr finden bei sechs Uhr ihren Platz. Eine Mondphase und der 30-Minuten-Zähler des Chronographen teilen sich die obere Position bei zwölf Uhr. Die Mondphasenscheibe ist passend zu den Sternen vergoldet und trägt ein mattiertes Gesicht.
Goldene Blattzeiger für Stunden und Minuten sorgen für den nötigen Kontrast auf dem dunklen Hintergrund. Zusätzliche Aufdrucke für die Kalenderskalen sind ebenfalls in einem Goldton gehalten. Die Ablesbarkeit profitiert von der konsequenten Trennung durch matte und glänzende Sektoren.
Handaufzug mit Kalendermodul
Den Antrieb übernimmt das Handaufzugskaliber A11CP. Die Konstruktion nutzt das hauseigene Chronographen-Basiswerk A11 und ergänzt ein Modul von Dubois-Depraz. Das Basiswerk stellt eine weitreichende Weiterentwicklung der Architektur des Valjoux 7750 dar. Viele Bauteile stammen aus eigener Fertigung. Die Unruh schlägt mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde; voll aufgezogen liegt die Gangreserve bei 48 Stunden.
Das Kalendermodul wurde speziell angepasst, um mit der Monodrücker-Konfiguration des Chronographen zu harmonieren. Die Korrektur des Wochentags erfolgt direkt über die doppelt abgedichtete Krone. Die Mechanik misst 30,0 Millimeter im Durchmesser und 7,3 Millimeter in der Höhe. Die stählernen Hebel des Chronographen bearbeitet der Uhrmacher Pöhlmann-Bresan. Sie weisen einen geraden Schliff auf der Oberseite und polierte Kanten auf.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Durchmesser | 38,5 mm |
| Höhe | 13,0 mm |
| Gehäusematerial | Edelstahl |
| Glas | Gewölbtes Saphirglas mit Antireflexbeschichtung |
| Wasserdichtigkeit | 30 m |
| Kaliber | A11CP |
| Aufzug | Handaufzug |
| Frequenz | 28.800 A/h (4 Hz) |
Abschluss der Trilogie
Die neue Chrono Felix Perpetual bündelt als dritter Teil der Serie Elemente beider Vorgänger. Sie verbindet das markante Sterndesign der ersten Kooperation mit der Chronographenfunktion der zweiten. Die Wahl eines ewigen Kalenders hebt den technischen Anspruch der Reihe noch einmal massiv an.
Im Portfolio der österreichischen Marke existiert die Chrono Felix Perpetual bereits seit 2022 als Basismodell. Die reguläre Version setzt jedoch auf ein schlichtes, rein instrumentelles Design. Die Integration von vergoldeten Sternen und glänzendem Lack gibt der Uhr ein völlig anderes, formelles Auftreten. Diese gestalterische Dichte orientiert sich an Vintage-Chronographen mit Kalenderfunktion.
Der Ansatz trifft die aktuelle Sammlerlandschaft exakt. Mechanisch komplexe Uhren kleiner Hersteller erzielen hohe Aufmerksamkeit, wenn sie historische Vorbilder überzeugend neu interpretieren.
Komplexität auf engem Raum
Habring² liefert mit der Chrono Felix Perpetual Star eine mechanisch äußerst verdichtete Uhr. Die Kombination aus Monopusher und ewigem Kalender in einem 38,5-Millimeter-Gehäuse sichert der Konstruktion Respekt. Die geschickte Kaschierung der Modulbauweise durch die gestufte Lünette zeigt ein tiefes Verständnis für Proportionen. Das Werk arbeitet zuverlässig und bleibt durch die Handfinissierung der Hebel optisch eigenständig.
Der historische Rückgriff auf goldene Sternindizes verfehlt seine Wirkung nicht. Das schwarze Glanzblatt fängt das Licht ein und trennt die komplexe Mechanik durch den Kontrast matter Flächen. Die Uhr verlangt nach aufmerksamem Hinsehen, belohnt den Blick jedoch mit präzise gearbeiteten Ebenen.
Genau diese gestalterische Dichte markiert die Grenze des Entwurfs. Die vier Hilfszifferblätter wirken zwischen den applizierten Sternindizes eng gesetzt. Ein zurückhaltendes Instrument ist diese Uhr nicht. Der Reiz liegt vollständig in ihrer historischen Übersteigerung.
Fazit
Die Chrono Felix Perpetual Star verdichtet anspruchsvolle Mechanik und historische Gestaltung konsequent. Habring² beweist, dass ein Modulkaliber mit der richtigen Gehäusearchitektur exzellente Proportionen wahren kann. Die Edition wendet sich an Sammler, die den Mut klassischer Vorbilder in einer handwerklich überzeugenden Ausführung schätzen.
