Gewachsene Mechanik am Handgelenk
Tissot stellt am 21.10.2026 die PRX Skeleton Damian Lillard Special Edition mit der Referenz T137.405.17.371.00 vor. Das bekannte Modell wächst auf einen Durchmesser von 44 Millimetern an und wechselt den mechanischen Ansatz. Statt eines automatischen Werks zieht ein skelettiertes Handaufzugskaliber in das Edelstahlgehäuse ein.
Ein beiliegendes Set verwandelt die Armbanduhr bei Bedarf in eine Taschenuhr. Der Blick durch das Glas zeigt sofort die tiefgreifende Veränderung der Architektur. Brücken und Platinen sind großflächig abgetragen, um das Räderwerk freizulegen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Referenz | T137.405.17.371.00 |
| Durchmesser | 44 mm |
| Gehäusematerial | Edelstahl |
| Wasserdichtigkeit | 10 Bar |
| Glas | Saphirglas |
| Kaliber | ETA 6497 |
| Aufzug | Handaufzug |
| Zifferblatt | Skelettiert, burgunderrote Akzente |
Stahlform im Taschenuhrformat
Das klassische Edelstahlgehäuse der Serie durchbricht mit 44 Millimetern Durchmesser die bisherigen Grenzen der Kollektion. Die Proportionen verschieben sich spürbar am Handgelenk, da die typische Kissenform in dieser Ausführung viel Raum beansprucht. Die polierten Kanten grenzen sich hart von den gebürsteten Flächen ab und brechen das Licht an den Flanken.
Mit einer Wasserdichtigkeit bis zehn Bar bleibt die Konstruktion trotz der offenen Gestaltung alltagstauglich. Die Besonderheit liegt in der mechanischen Wandelbarkeit. Tissot liefert die Uhr mit einem speziellen Set aus, das den Träger das Edelstahlband entfernen und das Gehäuse an einer Kette befestigen lässt. Dieser Vorgang verändert die Art der Nutzung von der Armbanduhr zum getragenen Instrument grundlegend.
Burgunderrot rahmt die Mechanik
Der Blick fällt direkt auf die freigelegte Architektur des Uhrwerks. Tissot verzichtet auf ein flächiges Zifferblatt und fasst das skelettierte Innenleben mit burgunderroten Elementen ein. Diese Farbakzente markieren die Minuterie und grenzen die wesentliche Zeitanzeige optisch vom metallischen Hintergrund ab. Die Gestaltung rückt die Mechanik selbst in den Vordergrund, anstatt sie hinter einer Zifferblattebene zu verbergen.
Die großen, facettierten Zeiger heben sich deutlich von den freigelegten Brücken ab und erleichtern das Ablesen der Zeit. Ein gravierter Verweis auf den Namensgeber findet sich dezent platziert, was die Symmetrie der offenen Mechanik wahrt. Licht fällt tief in das Gehäuse und erzeugt harte Schatten zwischen den verbliebenen Bauteilen. Die Kombination aus burgunderroten Details und dem kühlen Glanz der Zahnräder schafft einen starken visuellen Kontrast.
Großes Kaliber für weite Wege
Den Antrieb übernimmt das breit dimensionierte Kaliber ETA 6497. Diese Konstruktion entstammt ursprünglich der Ära klassischer Taschenuhren und füllt das gewachsene Gehäuse der Edition vollständig aus. Der Handaufzug erfordert eine bewusste regelmäßige Interaktion über die Krone, was bei einem Modell dieser Größe konsequent erscheint und die Verbindung zur Pflege mechanischer Uhren stärkt.
Die Skelettierung legt das gesamte Räderwerk und das Schwing-System detailliert offen. Jede Bewegung der Komponenten ist durch das beidseitige Saphirglas sichtbar. Die Entscheidung für ein reines Handaufzugswerk ohne störenden Automatikrotor gibt den Blick auf die Unruh auf beiden Seiten vollständig frei.
Experimenteller Ausreißer der Familie
Die im Jahr 2021 wiederbelebte PRX-Kollektion umfasste bisher vor allem Modelle in 35 und 40 Millimetern. Der unmittelbare Vorgänger aus der Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Basketballspieler setzte auf ein kompaktes 40-Millimeter-Format mit einer auffälligen goldenen PVD-Beschichtung und einem Powermatic 80 Antrieb. Dieser Vorgänger war in seiner Form nah an den klassischen Modellen der Familie gehalten und fügte sich nahtlos in das bestehende Portfolio ein.
Die aktuelle Veröffentlichung bricht radikal mit dieser vertrauten Linie. Die Integration eines historischen Taschenuhrkalibers und die Vergrößerung auf 44 Millimeter stellen das Modell abseits der klassischen Retro-Sportuhren auf. Tissot positioniert die Sonderedition als experimentellen Ausreißer im ansonsten streng strukturierten Katalog. Der bewusste Verzicht auf einen Rotor und die Einführung eines wandelbaren Gehäusekonzepts zeigen den Wunsch, die PRX-Form auf ungewohnte Wege zu führen.
Klare Proportion mit physischen Grenzen
Ich betrachte den Mut zur schieren Größe bei diesem Entwurf mit Respekt. Die Verwandlung einer stromlinienförmigen Sportuhr in ein wandelbares Instrument zeigt eine erfrischende Abkehr vom vorhersehbaren Umgang mit Retro-Vorbildern. Das skelettierte Unitas-Kaliber füllt den gebotenen Raum unter dem Glas ehrlich aus, was bei vielen modernen Skelettuhren selten so stimmig geschieht.
Die gestalterische Grenze dieses Entwurfs liegt eindeutig im Tragekomfort am Arm. Ein 44 Millimeter breites Gehäuse mit den ohnehin dominant abfallenden Bandanstößen der Serie verlangt nach einem kräftigen Unterarm. Sammler mit dem passenden Handgelenk erhalten ein ungewöhnliches mechanisches Objekt mit hoher visueller Dichte.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Tissot PRX Skeleton Damian Lillard Special Edition wasserdicht?
Welches Uhrwerk treibt die skelettierte Tissot PRX an?
Was unterscheidet die neue Edition vom Vorgänger?
Fazit
Tissot nutzt das große Taschenuhrkaliber geschickt, um die PRX-Linie in eine völlig neue Gestaltungsrichtung zu drängen. Die Wandelbarkeit und das sichtbare Räderwerk machen die Uhr zu einem ehrlichen Instrument für Sammler mit kräftigen Handgelenken.
